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Politische Schwerpunkte
Schulentwicklung in Bremervörde
Ideen für ein zukunftsfähiges Schulkonzept für Bremervörde
Teil 1
Primarbereich
Diskussionsgrundlage für die Arbeitsgruppe „Schulentwicklung“.
Vorbemerkung:
Die Grundlage für diese Überlegungen ist die Tatsache, dass sich die bisher der Arbeitgruppe „Schulentwicklung“ vorgelegten Konzepte lediglich mit der Schließung bzw. der Reduzierung der Zahl der Schulstandorte beschäftigen und so nur den jetzigen Zustand fortschreiben. Dies erscheint uns als Basis für ein neues zukunftsfähiges Schulkonzept für den Primarbereich nicht ausreichend zu sein.
Die SPD-Fraktion möchte deshalb mit diesen „Ideen“ eine weitergehende Betrachtung des Problems „Schulentwicklung“ erreichen, d.h. es sollen auch die eingetretenen Veränderungen und die neuen Ansprüche an einen modernen Unterricht im Primarbereich, soweit sie den Schulträger betreffen, Berücksichtigung finden.
Die hier dargestellten Vorstellungen basieren einerseits auf den Grundsätzen des Schulkonzepts der SPD-Fraktion („Kriterien für die Schulentwicklung in Bremervörde“), das bereits veröffentlicht wurde, knüpfen aber andererseits auch an Überlegungen an, die schon in den siebziger Jahren als direkte Folge der Verwaltungsreform in Bremervörde angestellt wurden, aber auf Grund der damaligen Bedingungen nicht zu Ende diskutiert und letztendlich auch nicht ungesetzt werden konnten.
Uns erscheint der jetzige Zeitpunkt als geeignet und auch als die letzte Möglichkeit, die derzeitigen Bedingungen im Primarbereich so zu gestalten, dass sie den Anforderungen der kommenden Jahre standhalten können. Hierbei müssen aber immer die Interessen unserer Schülerinnen und Schüler Vorrang haben.
Uns ist auch bewusst, dass eine solche Neustrukturierung nur mit einer breiten Unterstützung aller Verantwortlichen erreicht werden kann.
Folgende neun Punkte hält die SPD-Fraktion für wesentlich
1. Schuleinzugsbereiche:
Für den Primarbereich werden folgende Schuleinzugsbereiche festgelegt:
- Bremervörde - Nord
- Bremervörde - Ost
- Bremervörde - Süd
- Grundschule Elm (s. Punkt 7)
2. Schulstandorte:
Die Schulstandorte liegen wegen der Erreichbarkeit möglichst zentral im jeweiligen Schuleinzugsbereich. Es sind dies:
- ein Neubau einer GS im Bereich nördlicher Vörder See für die Bereiche
Bremervörde-nördliche Mitte und Bremervörde – Nord (nördliche Ortschaften)
- Grundschule Engeo für die Bereiche Bremervörde - südliche Mitte und Bremervörde Süd ( Spreckens und Minstedt)
- Grundschule Hesedorf für Bremervörde – Ost (Hesedorf und Bevern)
- Grundschule Elm (siehe dazu Punkt 7.)
3. Größe der Grundschulen:
Außer der GS Elm (s. Punkt 7.) sind alle Grundschulen grundsätzlich zwei bzw. dreizügig. Vielfältigere Unterrichtangebote und eine effektivere Nutzung der sächlichen und personellen Ausstattung sind nur in mehrzügigen Grundschulen möglich.
4. Schuleinzugsgrenzen:
Die Schuleinzugsgrenzen müssen so gestaltet sein, dass die Zwei- bzw. Dreizügigkeit der oben genannten Schulstandorte langfristig gewährleistet ist.
5. Konzeption bzw. Profile der Schulstandorte:
- Wegen der günstigen Voraussetzungen im Schulzentrum Engeo soll am Schulstandort Engeo das Ganztagsschulkonzept zuerst verwirklicht werden. Sollte der Ganztagsbedarf die Möglichkeiten Engeos überschreiten, so sollen auch andere Schulstandorte ein Ganztagsangebot machen können.
- Der Standort Bremervörde – Nord (nördlicher Vörder See) soll mit einem besonderen Profil ausgestattet werden, denkbar wäre der Schwerpunkt „Natur und Umwelt“, wobei die bereits vorhandene Infrastruktur im Bereich Vörder See für diese Zwecke genutzt werden kann. Diese Zielsetzung („Natur und Umwelt) soll sich auch in der Gestaltung und der Ausstattung des Gebäudes zwingend niederschlagen (alternative Energien, Baukörper usw.).
- Der Standort Bremervörde - Ost entwickelt hinsichtlich der Schwerpunkte eigene Vorstellungen.
6. Beteiligung der Betroffenen:
Den Eltern und den Kollegien der beiden Grundschulen Iselersheim und Brv.-Mitte soll die Möglichkeit eingeräumt werden, sich bei der Ausgestaltung und der Konzeption des neuen Schulgebäudes aktiv zu beteiligen.
7. GS Elm:
Die GS Elm soll so lange eigenständig erhalten werden, wie gemäß der Erlasslage für eine Klassenbildung, ausreichend Schülerinnen und Schüler vorhanden sind. Sollte dies nicht der Fall sein, liegt es im Ermessen der Ortschaft Elm, sich einem der beiden benachbarten Schuleinzugsbereiche anzuschließen.
8. Die Finanzierung:
Die neue Grundschule „Am Vörder See“ soll auf einem bereits vorhandenen städtischen Grundstück erstellt werden. Die Finanzierung des Neubaus ist dadurch möglich, dass beide bestehenden Immobilien, die einen hohen Sanierungsbedarf aufweisen, aufgegeben werden. Außerdem können mögliche Verkaufserlöse aus den frei werdenden Immobilien ebenfalls für das Vorhaben einsetzt werden.
Darüber hinaus entstehen durch den Einsatz energiesparender, moderner Konstruktionen und Baumaterialien weitere beträchtliche Einsparungen bei der langfristigen Bewirtschaftung der neuen Grundschule.
9. Zeitlicher Rahmen der Umsetzung:
Die Umsetzung des gesamten Konzepts kann in Teilabschnitten geschehen. Die Inbetriebnahme der neuen Grundschule „Am Vörder See“ ist aber zu Beginn des Schuljahrs 2010/11 zwingend erforderlich, d.h. das Gesamtkonzept muss bis zu diesem Zeitpunkt vollständig verwirklicht sein.
Teil 2
Sekundarbereich I
Auf Grund der ambivalenten Haltung der Landesregierung ist die Zukunft der Hauptschule unsicher. Deshalb wird im Sekundarbereich I bei den Schulen in städtischer Trägerschaft (Hauptschule Bremervörde und Findorff-Realschule) eine enge Zusammenarbeit in allen Bereichen angestrebt. Es ist das Ziel, das Ganztagsangebot im Verbund mit allen in Engeo angesiedelten städtischen Schulen zu organisieren.